Eiscreme:

Die Geschichte vom damaligen Speiseeis zur heutigen Eiscreme:

Das erste Speiseeis kennt man seit etwa 3000 v.Chr. das in China und Griechenland hergestellt und verzehrt wurde. Das Speiseeis aus der Antike und dem Mittelalter hat mit der heutigen Eiscreme, außer der Temperatur, nicht sehr viel Ähnlichkeit. So bestand das Speiseeis früher aus Zutaten wie (Gletscher-) Schnee, Früchten, Honig und teilweise Rosenwasser, Zimt, Veilchen sowie Wein. Garniert wurde das Speiseeis mit Mandeln, Datteln, Zwetschgen oder Feigen.

Die griechische Oberschicht schätzte den „Schnee vom Olymp“, da der Schnee schließlich vom Olymp kam, als „Götterspeise“. Vorlieben für das Speiseeis hatten damals schon beispielsweise der Arzt Hippokrates, der auf die besondere Wirkung des Eises hinwies sowie König Salamon, Alexander der Große, Kaiser Nero und Marco Polo.

Ca. 1298 n.Chr. erfanden die Araber das Sorbet, das aus dem Arabischen kommt und soviel heißt wie „zur Hälfte gefrorenes Getränk“. Um 1530 n.Chr. wurden zum ersten mal künstliche Kühlungsverfahren entwickelt und somit künstliche Kälte erzeugt. Ab dann war man von der Jahreszeit unabhängig und das Speiseeises - wie wir es heute kennen – wurde erfunden.

Als 1533 die Prinzessin Katharina di Medici Heinrich II heiratete, war auf der Hochzeit ein hoher Eiskonsum festzustellen. Die Rezepte, von dem mit in die Ehe gebrachtem Eiskonditor, wurden wie Staatsgeheimnisse behandelt. Der erste Eissalon wurde 1651 in Paris von dem Sizilianer Pracopio Castelli eröffnet d.h., dass ab dann das Speiseeis für die Öffentlichkeit angeboten wurde.

Speiseeis war damals ein Luxusartikel und wurde somit nur von reichen Leuten genossen. Um 1660 wurde von dem Italiener Cauteaux eine Maschine mit einer Gefrierbüchse konstruiert. Mit Hilfe dieser Maschine wurde wohl das Speiseeis in unserem heutigen Sinne hergestellt. Etwa 1673 kam auf das Speiseeis eine Steuer. Italien war das erste europäische Land, in dem Speiseeis vielerorts und in größeren Mengen hergestellt wurde und von dort sich über ganz Europa verbreitete.

Im 18 Jhd. wurde es möglich mit einer Salpeter-Kältemischung das Speiseeis künstlich zu gefrieren – die Speiseeisproduktion blieb jedoch erst noch sehr gering. 1843 ließ die Hausfrau Nancy Johnson aus Amerika eine handbetriebene Eismaschine patentieren. Sie bestand aus einer Art Butterfass, die durch eine Schicht aus Eis und Salz von außen gekühlt wurde und die Eismasse während des Kühlvorgangs durch einen mechanischen Quirl verrührte. Sie verkaufte jedoch das Patent für 200 Dollar an einen Küchenausstatter, da sie Ihre Erfindung nicht selber vermarkten konnte. Mit einigen Verbesserungen werden in den USA noch heute diese einfachen Eismaschinen gebaut. 1851 wurde die erste industrielle Eiscremeproduktion von Jacob Fussell in Baltimore aufgenommen, als der Milchhändler auf die Idee kam die überschüssige Milch als Speiseeis/ Eiscreme zu verarbeiten. 1873 gelang es Michael Faraday mit dem Aufkommen der ersten künstlichen Kühlverfahren, Ammoniak zu verflüssigen. 1876 erfand Carl von Lindes die Kältemaschine, womit der Durchbruch für die industrielle Massenproduktion geschaffen war. Erst im 19. Jhd. wurde Speiseeis in Deutschland durch den Schriftsteller Fürst von Pückler-Muskau populär. 1923 wurde das Eis am Stiel von dem Amerikaner Harry Bust in Ohio erfunden. Es wird jedoch darüber gestritten, ob es nicht auch sein Landsmann Frank Epperson hätte sein können, der in einer frostigen Nacht versehentlich seinen Löffel in der Limonade hat stehen lassen und am nächsten Morgen überrascht war – geboren war das Wassereis. 1925 begann in Deutschland die industrielle Eisproduktion.

Moderne Eismaschinen funktionieren vollautomatisch und kraftsparend. Auch sind die traditionell offenen Maschinen mittlerweile Vollautomaten geworden, die den Eiskonditoren ein effizientes Arbeiten und beste Ergebnisse bieten.

Eiscreme besitzt mindestens 10%Milchfett.

Gelato Eisvertriebs GmbH | Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. | Tel: +49 (0) 29 42 / 978 66-0